Anfangs 2008 erlebten wir eine
turbulente Zeit. Doch die politische Lage hat sich
beruhigt, aber die Konflikte sind noch nicht wirklich
gelöst, sie wurden erst einmal verdrängt. Viele Menschen
leben immer noch in Flüchtlingslager, ohne Hab und Gut.
Der Alltag ist aber eingekehrt und unserer Kinderschar
und uns geht es gut.
Neues aus unserer Arbeit in Soweto…
InSoweto
fanden unsere Mitarbeiter Ende letztes Jahr wieder 17 bedürftige Kinder, die
nun jeden Tag ins „Clubhouse“ kommen, wo sie auf den
Schulbesuch vorbereitet werden. Einige Kinder machten
schnell Fortschritte und konnten im Mai bereits
eingeschult werden.
Nach
den politischen Unruhen haben sich mehrere Familien, die
aus den Krisengebieten geflüchtet sind, in Soweto
niedergelassen. Manche fanden bei Verwandten
Unterschlupf oder sie wagen einfach einen Neuanfang. Es
sind tragische Geschichten wie diese Leute ihre ganze
Existenz verloren haben. Vorher haben sie jahrelang
friedlich an einem Ort gelebt, das Land bebaut und von
ihren Erträgen gut gelebt. Doch innerhalb kürzester Zeit
- nur Minuten - nachdem die Resultate der
Präsidentschaftswahlen bekanntgegeben wurden, waren sie
in der Gegend nicht mehr erwünscht. Ihre Nachbarn und
Freunde wurden urplötzlich zu ihren Feinden, Häuser und
Äcker wurden angezündet und sie mussten Hals über Kopf
flüchten – nur weil sie dem falschen Stamm angehörten…
Mehreren Familien haben wir mit Startkapital geholfen,
damit sie wieder eine Existenz für ihr Einkommen
aufbauen können und da ihnen das Geld fehlt um die
Kinder neu einzuschulen, nahmen wir zusätzlich neun
Kinder im Patenschaftsprogramm auf. Manche Kinder sind
noch von den Geschehnissen traumatisiert, auch haben sie
Misstrauen gegenüber einzelnen Stämmen, doch unsere
Sozialarbeiterin nimmt sich gut den Kindern an.
Im
März erkrankte plötzlich die Mutter von zwei unseren
Soweto Kindern schwer. Die Grossmutter kümmerte sich um
ihre kranke Tochter und deren fünf Kinder, wovon eines
ein kränkliches Bebe ist. Gleichzeitig hatte die
Grossmutter selber fünf schulpflichtige Kinder. Die
grosse Familie hatte plötzlich Probleme auch nur eine
Mahlzeit zu kochen. Wir halfen der Familie täglich mit
Nahrungsmitteln, doch die Mutter wurde einfach immer
schwächer und die Familie konnte nicht wirklich sagen an
welcher Krankheit sie litt. Wir brachten sie zum Arzt
und unsere Befürchtungen wurden bestätigt - die Frau
hatte Aids. Ihre Mutter versuchte sie aufzupäppeln, doch
sie wurde immer schwächer und war nur noch um die 35kg.
Im Mai brachten Bekannte die Frau in ein Spital, wo sie
behandelt wurde, doch die Bekannten sind ohne zu zahlen
abgehauen und am gleichen Abend wurde die Frau
buchstäblich auf die Strasse gestellt. Ohne einen
Schilling in der Tasche stand sie vor dem Spital. Ein
Taxifahrer gab ihr sein Natel, damit sie ihre Familie
benachrichtigen konnte. Die Familie wiederum rief mich
an, da sie nicht wussten was sie machen sollten. Es war
nämlich schon nach neun Uhr abends und das Spital war
ganz auf der anderen Seite der Stadt, so war es den
Verwandten nicht möglich die Mutter schnell abzuholen.
Was sollte ich aber machen? Ich konnte sie doch nicht
einfach vor dem Spital stehen lassen, da würde sie sich
bestimmt noch eine Lungenentzündung holen. So rief ich
ein Taxi und der Fahrer holte zuerst zwei
Familienmitglieder in Soweto ab, er kam bei uns vorbei
und kriegte Geld und Instruktionen. Danach ging’s zum
Spital, die Mutter abholen und von dort ging die Fahrt
in ein weiteres Spital wo sie um Mitternacht
eingeliefert wurde. Um zwei Uhr morgens war der
Taxifahrer wieder daheim… Doch leider setzten die etwa
vier Stunden Kälte der Mutter so sehr zu, dass sie sich
nicht mehr erholen konnte und der Kampf gegen die
tödliche Krankheit Aids verlor sie zwei Tage später.
Welch ein Schock für die Familie und auch wir hatten
geglaubt, dass sie sich wieder erholen würde. Es dauerte
vier Wochen bis die Angehörigen das nötige Geld für die
Beerdigung beisammen hatten. Die Tradition verlangt,
dass die Frau auf dem Land, wo ihr Mann herkommt,
beerdigt wurde.
Ein
Mädchen im Vorschulalter, eines der 17 neuen „Clubhouse
- Kinder“, weiss, dass ihre Mutter um zu überleben,
jeden Morgen und jeden Abend drei Tabletten schlucken
muss. Den Namen der Krankheit kennt das Mädchen nicht,
aber sie passt auf, dass die Mutter die Tabletten immer
nimmt. Die Verwandten kümmern sich überhaupt nicht um
Mutter und Tochter, so stehen die zwei ganz alleine da.
Die Mutter kam zu uns und bat uns ihrem einzigen Kind zu
helfen, da sie die Finanzen einfach nicht hat um das
Mädchen in die Schule zu schicken.
Es kam ein paar Monate ins „Clubhouse“, lernte mit viel
Interesse und seit Mai geht es in die Schule.
Nachmittags und am Samstag trifft man es immer im „Clubhouse“
an. Wir halfen der Mutter mit einem Startkapital, damit
sie „Omena“ (ganz kleine, gesalzene und getrocknete
Fische) ankaufen und sie an einem kleinen Marktstand
weiterverkaufen kann. Die Mutter ist auch an Aids
erkrankt und ist dankbar über jeden neuen Tag den sie
noch mit ihrer Tochter hat.
Überhaupt wissen wir, dass immer mehr Familien von Aids
betroffen sind. Wir fühlen uns oft einfach hilflos und
wissen dass wir uns in ein paar Jahren um viel mehr
Waisenkinder kümmern werden.
Neues aus unserer Grossfamilie…
Seit
einem Monat leben zwei neue Buben bei uns. Wir wurden
von der Kinderbehörde angefragt, ob wir sie aufnehmen
können. Vor gut einem Jahr wurden sie von der Polizei in
einem Slum gefunden. Die Buben wussten nicht wer sie
sind und von wo sie stammen. Während die Polizei
versuchte Angehörige der Buben ausfindig zu machen,
wurden sie von einer guten Samariterin aufgenommen. Doch
nach acht Monaten brachte sie die Kinder der Polizei
zurück und eine Polizistin hatte Mitleid und nahm die
Buben zu sich. Doch nach ein paar Monaten wurde die Frau
in ein anderes Gebiet versetzt und sie brachte die
Beiden wieder auf den Polizeiposten. Nun wurde das
Sozialamt gebeten die Kinder abzuholen und sich um sie
zu kümmern. Sie kamen vorübergehend in ein Heim, bis
eine Lösung gefunden wurde. Leider konnten trotz aller
Bemühungen der Polizei keine Angehörigen ausfindig
gemacht werden.
Nach ein paar Wochen wurden wir angefragt ob wir den
Buben ein Zuhause geben können. Unsere Sozialarbeiterin
besuchte die Knaben und erzählte uns die tragische
Geschichte. Wir beschlossen sie in unserer Grossfamilie
aufzunehmen. Vielleicht werden wir einmal mehr über
diese Kinder erfahren.
Ein paar Tage später, holten die Sozialarbeiterin, Jonny
und ich die Buben ab. Ihr ganzes Hab und Gut bestand aus
den Kleidern auf dem Leib und den Plastiksandalen. Es
ging gar nicht lange und sie fühlten sich daheim. Die
Mädchen freuten sich besonders über die zwei und sie
verwöhnen sie, helfen ihnen und teilen mit ihnen wenn
sie etwas Süsses haben. Niemand kennt ihr Alter oder
ihren Stamm. Zusammen wurden Namen ausgesucht und nach
Gutdünken ein Geburtsjahr ausgewählt. Kleider, Schuhe,
Schuluniformen, Schreibmaterial, Hefte, und Bücher
wurden eingekauft und ein paar Tage später hatten sie
ihren ersten Schultag im Kindergarten. Bis jetzt gefällt
es ihnen dort gut. Im Moment verdrücken sie noch
Unmengen von Essen; wahrscheinlich bekamen sie vorher
nicht viel, oder wussten oft nicht wann es die nächste
Mahlzeit geben würde, so war es besser mehr als genug in
sich hineinzustopfen…
Die Lehrerin in der Schule muss aufpassen, dass sie
nicht auch noch die Teller der langsamen Mitschüler
wegessen. Sie verstehen auch noch nicht, dass sie die
Hefte und Bücher am Ende des Schultages nicht nach Hause
nehmen dürfen. Falls die Lehrerin nicht aufpasst, gehen
sie in den Schrank und füllen den Schulsack mit
Schulmaterial. Am Schulschluss wurde die Lehrerin auch
schon als Diebin bezeichnet, da sie ihnen ihre Bücher
nicht mit nach Hause gab.
Seit
Februar haben wir eine neue Hausmutter. Sie ist eine
fleissige Mitarbeiterin mit einem grossen Herzen für die
Kinder. Überhaupt sind wir so froh und dankbar um treue
Mitarbeiter, die sich mit viel Hingabe um die Arbeit
kümmern.
Vier
unserer ältesten Kinder sind vor kurzem ausgezogen. Sie
haben die Sekundarschule erfolgreich abgeschlossen, sind
nun im College und haben dort ihre Unterkunft. Am
Wochenende trifft man sie oft bei uns. Wir essen
zusammen Chapatis (Brotfladen, die man auch aus der
indischen Küche kennt) mit Bohnen; das ist unser
traditionelles, heissgeliebtes Samstag – Abendessen.
Vom
August bis Ende Jahr haben sich mehrere Volontäre und
Besucher bei uns angemeldet. Wegen den politischen
Problemen hatten wir dieses Jahr noch keine Besucher. Da
sich die Lage wieder entspannt hat, freuen wir uns auf
die Abwechslung, die mit den Besuchern kommt. Falls Ihr
auch einmal Ferien in Kenia macht, seid Ihr herzlich
eingeladen bei uns vorbeizukommen!
Liebe Freunde, Euch allen herzlichen Dank dass Ihr
hinter uns und Maisha Mema steht. Wir sind Euch dankbar,
dass wir auf Eure Unterstützung zählen dürfen. Bitte
betet auch weiterhin für uns und unsere Kinderschar,
sowie für Kenia.
Mit
herzligen Grüssen!
Marianneund Jonny
Im
Januar
2008
Liebe Freunde!
Wir
bemerkten kaum dass das neue Jahr Einzug hielt. Die
Ereignisse in Kenia überstürzten sich und überschatteten
die Festtage.
Die
Internationalen Nachrichten bei Euch sprachen die
letzten 3 Wochen immer wieder von Kenia. Ihr habt
Berichte von der umstrittenen Wiederwahl von Präsident
Kibaki gehört und habt Bilder der Massendemonstrationen
und der Gewalttaten gesehen. Ihr habt ganz bestimmt auch
mit Schrecken gehört wie mehrere hundert Menschen ihr
Leben und Hunderttausende ihr Hab und Gut verloren haben
und nun wie Flüchtlinge in ihrem eigenen Land leben
müssen. Und Ihr fragt Euch sicher wie es uns in Kenia
geht…
Wir können
Euch beruhigen, denn es geht uns und unserer Kinderschar
gut und unser Quartier ist still und friedlich. Wir
hoffen und beten mit allen Kenianer, dass bald
Gerechtigkeit und Frieden einkehrt!
Vorab
möchten wir uns auch ganz herzlich für Eure Anteilnahme
bedanken. Viele sms, E-Mails und Anrufe erreichten uns
die vergangen Wochen. Leider ist die Post nicht sehr
zuverlässig. Sehr viele Briefe und Pakete erreichen uns
nicht. Falls Ihr Euch über unser Schweigen wundert,
nachdem ihr uns oder den Kindern geschrieben habt, so
hat uns Eure Post nie erreicht.
Mit
diesem Rundbrief möchten wir Euch wieder etwas auf den
neusten Stand bringen.
News…News…News…
In
der ersten Januarwoche beherbergten wir für zwei Nächte
sechs Kinder aus Soweto. Die Lage war in Soweto nicht
sehr sicher, doch die ganze Situation hat sich beruhigt.
Einige der Kinder aus Soweto reisten mit ihren Familien
im Dezember aufs Land. Ein paar wenige Familien konnten
bis heute noch nicht nach Nairobi zurückkehren, da sie
aus den Gebieten mit den meisten Unruhen stammen. Doch
wir haben gehört, dass sie wohlbehalten sind.
In
den letzten drei Wochen waren die Läden oft geschlossen,
da Kundgebungen angekündigt wurden. An gewissen Tagen
war es schwierig Früchte und Gemüse zu kaufen. Oftmals
schnellten die Preise der Mangelwaren in die Höhe.
(6-8 Tomaten
kosten normalerweise 20Sh. Während gewissen Tagen
kostete die gleiche Menge 100Sh.) Wenn die Läden offen
waren, wurde gehamstert und Notvorräte angelegt.
Die
Reisebranche erleidet riesige Einbusse. So viele
Kenianer verdienen ihr tägliches Brot durch den
Tourismus. Eine siebenundzwanzigköpfige Reisegruppe die
uns im Februar besuchen wollte, hat ihre Reise auch
abgesagt. Letztes Jahr hatten wir mehrere Volontäre und
Besucher. Die Kinder freuen sich immer über die
Abwechslung durch die Besucher. Im Oktober kam uns sogar
eine Schulklasse aus Norwegen besuchen. Doch mehrere
Volontäre planten im ersten Quartal 2008 zu kommen, sie
haben wegen den Unruhen ihre Pläne geändert.
Im
Dezember führten wir - wie alle Jahre - ein Lager durch.
Diesmal nahmen über 90 der Maisha Mema Kinder teil. Sie
hatten fünf schöne Tage, denn Kwame, einer unserer
Mitarbeiter organisierte für die Kinder ein
unvergessliches Lager. Überhaupt gingen nur wenige
Kinder unserer Grossfamilie im Dezember ihre Verwandten
besuchen. Über Weihnachten hatten wir ein volles Haus
und alle Kinder feierten mit uns. Da wir der politischen
Lage nach den Wahlen nicht trauten, baten wir alle
Kinder schon vor Weihnachten zurückzukommen. Am 26.
Dezember gingen wir mit allen baden, das für die Kinder
immer ein besonderes Erlebnis ist.
Am
14. Januar öffnete mit einer Woche Verspätung die Schule
wieder ihre Tore. Die Sekundarschüler, nachdem wir mit
den verschiedenen Schulen gesprochen haben, sind diese
Woche auch wieder in ihre Internate zurückgekehrt.
Vieles musste fürs neue Schuljahr vorbereitet und
einbezahlt werden. Doch wir sind sehr froh, dass der
Schulalltag wieder eingekehrt ist.
Tabitha
besucht seit dieser Woche die erste Klasse der
Primarschule. Stolz ging sie mit ihrem neuen Rucksack,
gefüllt mit Schulbüchern und ihrer neuen Uniform am
ersten Tag zur Schule. Sie hat in den letzten Monaten
riesige Fortschritte gemacht und kann einfache Wörter
lesen und schreiben und kommuniziert in recht gutem
Englisch.
Samuel
(über ihn schrieb ich im letzten Rundbrief) hat mit der
zweiten Klasse angefangen. Es gefällt ihm sehr in der
Schule. Am Morgen steht er schon eine halbe Stunde,
bevor er zur Schule gehen kann, beim Tor bereit. Er hat
sich sehr gut in unserer Familie eingelebt. Bis jetzt
sind alle unsere Versuche, den Vater ausfindig zu
machen, gescheitert.
George,
ein hilfsbereiter, aufgestellter junger Mann, aus
unserer Grossfamilie schloss vor einem Jahr erfolgreich
die Sekundarschule ab. Er will nun eine Ausbildung in
der Tourismusbranche machen und wird nächste Woche nach
Mombasa fahren, da er einen Studienplatz im Mombasa
Polytechnikum erhalten hat. (Hoffen wir, dass sich bis
Ende seiner Ausbildung, die Reisebranche wieder erholt
hat.J)
In
Kibera (Nairobi), dem grössten Slum südlich der Sahara,
unterstützen wir 6 Kinder die mit ihrer Grosstante
zusammenleben. Die Kinder kommen aus mausarmen
Verhältnissen. Auf dem Land, wo sie herkommen, herrscht
immer wieder Dürre und Hungersnot. Deshalb hat sich die
Grosstante, die selber keine eigenen Kinder hat, diesen
Verwandten angenommen und will ihnen ein besseres Leben
ermöglichen. Sie alle verbrachten den Ferienmonat
Dezember auf dem Land. Einzig die Grosstante kam für die
Wahlen nach Nairobi und ging gleich darauf wieder aufs
Land. Es wurden nämlich in Kibera Unruhe befürchtet. Nur
ein paar Minuten nach Bekanntgabe des Wahlresultat,
wurde mancherorts in Kenia gejubelt und an anderen Orten
gab es Chaos, Zerstörung und Tod. In Kibera, welches zum
Wahlkreis des unterlegenen Raila gehört, wurde viel
Unheil angerichtet. Am 10. Januar dachte die Grosstante,
dass sie nun gefahrlos mit der Kinderschar nach Kibera
zurückkehren kann. Doch Kämpfe, ein völlig abgebrannter
Markt, viele zerstörte Häuser und Unsicherheit
begrüssten sie. Sie kommt vom Stamm des Präsidenten und
die sind in Kibera in der Minderheit und
verständlicherweise fühlte sie sich nicht mehr sicher
dort mit den Kindern. Sie fand in einem anderen,
friedlicherem Slum, zwei freie Zimmer und die Familie
packte zwei Tage später all ihr Hab und Gut und zügelte.
Für die Kinder wurde in der Nähe eine neue Schule
gefunden und die Grosstante ist nun dabei eine neue
Existenz aufzubauen.
Vor
Weihnachten wurden wir in unserer Grossfamilie von
Mitarbeitern der „Kenya Pipeline“ besucht. Sie kamen in
einem Bus und brachten uns jede Menge Esswaren, Seife,
Zahnpaste, Kleider, etc. Wir verbrachten einen schönen
Nachmittag, sie ermutigten unsere Kinder und wir waren
überwältigt durch ihre Grosszügigkeit.
Auch kurz vor
Weihnachten kamen die Sonntagschulkinder unserer Kirche
die Kinder in Soweto besuchen und führten ein
Weihnachtsmusical auf und brachten nützliche Geschenke
für all unsere Kinder mit. Wir erlebten wirklich
Weihnachten!
Inunserer
Grossfamilie sowie in Soweto haben wir und unsere
Mitarbeiter die letzten Wochen mit den Kindern über die
politische Situation und die Stammesfehden gesprochen.
Wir kümmern uns um Kinder, die von 9 verschiedenen
Stämmen kommen. Immer wieder ermutigen wir sie, dass sie
in erster Linie Kenianer sind und dass es möglich ist,
friedlich miteinander zu leben. Unsere Kinder in Soweto
gingen letzte Woche vom Clubhaus heim, um ihren Eltern
zu erzählen, dass Ihre besten Freunde von einem anderen
Stamm sind und ihnen das egal ist.
News vom Bauprojekt!
Der
Architekt hat neue Pläne für das Kinderheim und unser
Haus gezeichnet und sie für die Baubewilligung
eingereicht. Wir warten darauf, dass sich das
Planungskomitee der Stadt trifft. Wir hoffen auch,
dass der Fall vor Gericht endgültig abgeschlossen
wird… Eines haben wir in Kenia gelernt: Alles dauert
hier länger und man braucht viel Geduld und Ausdauer!
Im
August kauften wir 6 weitere Parzellen in Soweto. Wir
möchten ein zweites Klubhaus bauen. Das neue Klubhaus
wird für die Kinder vom Vorschulalter bis siebte
Klasse sein und das Bestehende für die älteren Kinder.
Das neue Klubhaus wird auch mehr Platz zum Spielen
haben.
Durch
das Lesen des Rundbriefes habt Ihr auch viele
Gebetsanliegen mitbekommen. Wir sind Euch dankbar wenn
Ihr mit uns betet!
Wir
möchten Euch auch ganz herzlich für Eure Unterstützung
im vergangenen Jahr danken, und hoffen, dass wir Euch
auch dieses Jahr zu unserem Unterstützungskreis zählen
dürfen.